Anton Steffl (Q1123)
1772 (strittig: Quellen-Widerspruch — laut Spielkarten aus Ceske Budejovice (Talon 34/2025))
Redaktionsnotiz (Los G16, 2026-08-13): Die Budweiser Werkstatt beginnt mit Steffel
Wolfgang Altfahrt hat in den Archiven von České Budějovice zwischen 1562 und 1750 keinen einzigen Beleg für eine Spielkartenwerkstatt gefunden. Aufgelöst hat das Veronica Steffels Testament: „Ich habe meinem Mann bei unserer Hochzeit 100 Gulden geschenkt und er hat damit die Werkstatt eingerichtet" (Nicht nur Bier, sondern auch Spielkarten aus České Budějovice, TALON 34/2025, S. 260). Altfahrts Schluss: „vor Steffel gab es in České Budějovice keine Spielkartenwerkstatt!" — der ältere Budweiser Kartenmaler Mathes (Q9688, † 1562) hinterließ sein Werkzeug seiner Frau, aber die Werkstatt wurde nicht fortgeführt.
Die von Steffel gegründete Werkstatt lief dann bis in die 1880er Jahre durch: Steffel → Elisabeth Weiberzahn → Jakob Kraus → Franziska Weiberzahn → Karl Weiberzahn → Alois Machaczek. Zwei der sechs Glieder sind Witwen; ohne sie zerfiele die Kette in Einzelpersonen.
Noch offen: Ein Werkstatt-Item („gegründet 1759 mit dem Geld seiner Frau") gibt es nicht, deshalb steht die Gründung nur hier und nicht als Gründungsdatum. Und das Sterbejahr ist strittig — mpcia.at führt 1773, dieser Aufsatz 1772 (Testament vom 13. Mai 1772).
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