Salzburger Bild (Q1351)
| gehört zur Familie | Familie der Bayerischen Kartenbilder |
|---|---|
| stammt ab von | Bayerisches Isarkreis-Bild Bayerisches Bild |
| Bildaufteilung (bezeugt) | Einfachbild die andere Machart ist damit nicht ausgeschlossen |
| Farbsystem | deutsches Blatt |
| Entstehungszeit | nach 1850 |
| Entstehungsraum | Salzburg |
| IPCS-Blattnummer | 56 |
| Bestimmungskarte | Eichel-König (dt.) Grün-Daus (dt.) Grün-König (dt.) Herz-König (dt.) Herz-Ober (dt.) Schellen-König (dt.) Schellen-Unter (dt.) |
| Sekundärmerkmal | Schellen-6 (dt.) allein nicht bestimmend — erst zusammen mit den Bestimmungskarten |
Sekundärmerkmale — allein nicht bestimmend, erst zusammen mit den Bestimmungskarten
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| ✎ Daten bearbeiten (Q1351) | |
Konglomerat aus Bayerischem Bild (1810) und Isarkreis-Typ 'Kaiser'; Herz-König-Thronschild mit Anker, Schellen-König mit Salzburger Wappen, Gras-König mit Kaiserkrone+Reichsapfel.
Woran erkennt man es?
Primärmerkmale
Die Karten und Attribute, an denen sich das Kartenbild bestimmen lässt.
- Eichel-Ober mit ovalem Schild und Schwert, Eichel-Unter mit Schwert.
- Schellen-Ober und Schellen-Unter mit Schwert, ohne Rundschild.
- Herz-Ober mit Zweispitz, eine Hieb- und Stichwaffe ziehend; Herz-Unter mit Lanze.
- Gras-Ober mit Zweispitz und Trommel, Gras-Unter mit Zweispitz und Querflöte.
- Könige auf barocken Thronen mit Lehne: Herz-König mit einem Anker im Thronschild, Schellen-König mit dem Salzburger Wappen, Gras-König mit Kaiserkrone (später nicht mehr als solche erkennbar) und Reichsapfel, Eichel-König mit einem Cupido im Thronschild.
- Dausen bebildert: Herz-Daus Cupido in einer Kartusche, Eichel-Daus Bacchus auf dem Weinfass, Schellen-Daus Sau mit Hund, Gras-Daus Tierpyramide mit Hirsch, Einhorn und Adler.
Sekundärmerkmale
Begleitende Angaben. Für sich allein bestimmen sie das Bild nicht — sie stützen eine Bestimmung ab und datieren sie.
- 36 Blatt.
- Zahlenkarten mit kleinen Szenen aus dem Landleben, überwiegend aus dem Bayerischen Bild von 1810 und dem Späten Altbayerischen Bild.
- Ab etwa 1880 werden die geraden Hieb- und Stichwaffen zu Krummsäbeln.
- Etwa gleichzeitig wird der Schellen-Sechser zum Weli.
Nach Hausler: Trommler und Pfeifer (2010) (Q1301), S. 211, in eigener Zusammenfassung. Die Zweiteilung in Primär- und Sekundärmerkmale ist die des Autors, keine Formatierung von uns.
Geschichte und Abgrenzung
Hausler beschreibt das Salzburger Bild als Zusammensetzung aus zwei Vorlagen: aus dem Bayerischen Bild von 1810 und aus dem Bayerischen Isarkreis-Bild vom Typ „Kaiser“. Es geht also nicht auf ein einzelnes Vorbild zurück — im Datenmodell ist das ein Fall von mehrwertiger Abstammung, nicht von Einordnung (siehe `einpflegen/kartenbild-einordnung-nebenbefunde.md`).
Nach Hausler: Trommler und Pfeifer (2010) (Q1301), S. 211, in eigener Zusammenfassung.
Konkordanz
Wo dieses Kartenbild in der Literatur zu finden ist und unter welcher Nummer es dort geführt wird — aus der IPCS-Blattnummer, aus „ist beschrieben in“ (P78) und aus den Belegen der Angaben oben. Die Liste ist keine Bibliografie: sie zeigt nur Werke, aus denen bei uns bereits etwas übernommen ist.
| Werk | dort geführt als / Fundstelle |
|---|---|
| IPCS Pattern Sheets (Q12900) | 56 |
| Alle Karten auf den Tisch (1990) (Q3039) | ohne Seitenangabe |
| Hausler: Trommler und Pfeifer (2010) (Q1301) | S. 127, 200–201, 211 |
Spiele mit diesem Kartenbild
| Name | Abbildung | Blatt | Typ/Muster | Erscheinung | Stempel |
|---|---|---|---|---|---|
| Salzburger Bild (Anton Fuchs, 1848) (Q410) | deutsches Blatt | Salzburger Bild | 1843-1853 | ||
| Salzburger Bild (C. Titze & Schinkay) (Q3743) | deutsches Blatt | Salzburger Bild | |||
| Salzburger Bild (Joseph Rauchmiller, 1749) (Q747) | deutsches Blatt | Salzburger Bild | 1736-1762 | ||
| Salzburger Bild (Teodomiro Dal Negro, Treviso, 1979) (Q3744) | deutsches Blatt | Salzburger Bild | 1979 |







