Schnegg, Franz (Q4516)
- Sechs Spiele von vier der letzten Salzburger Kartenmacher (Talon 19/2010)
- Miszellen: Tod des Salzburger Kartenmalers Franz Schnegg geklärt Joseph Krautwurst, Kartenmaler in Radstadt (Salzburg) Pietro Andreis, Kartenmaler in Rovereto Illegaler Verkauf Salzburger Spielkarten in Wien 1592 Kartenmaler in St. V… (Talon 31/2022)
- Neues zum österreichischen Spielkarten-Steuerstempel - Teil 9: Die Salzburger Kartenstempel (Talon 31/2022)
Redaktionsnotiz (Los F2-C, 2026-08-12): Gestorben in Brünn — aber dort kein Kartenmaler
Wohin der 1732 vor seinen Gläubigern geflüchtete Salzburger Kartenmaler verschwand, war lange offen; Günther G. Bauer vermutete 1993, er sei „entweder außerhalb Salzburgs gestorben oder [habe] sich auf andere Weise seinen Schuldnern entzogen". Altfahrt fand den Eintrag bei der Brünner Pfarre St. Jakob (Totenindex 1722-1741, Buchnr. 16906, fol. 359): begraben am 16. April 1736, „von saltzburg frantz schneck, b[ürger] u[nd] Karden maller allda" (Miszellen, TALON 31/2022, S. 122).
Bewusst keine Brünn-Station. Das Wort „allda" verweist auf Salzburg, nicht auf Brünn — Altfahrt liest es genau so: „die Verwendung des Wortes ‚allda' lässt sich so interpretieren, dass er in Brünn sein Handwerk nicht betrieb, denn andernfalls wäre er ‚Kartenmaler allhier'" (ebd.). Ein Begräbnisort ist kein Wirkungsort; eine Brünn-Station wäre eine Falschaussage im Brünner Rollup.
Die Kosten des Begräbnisses (4 fl 33 x gegenüber 30 Kreuzern für ein Standard-Begräbnis) sprechen dafür, dass Schnegg sich in Brünn finanziell erholt hatte. Wer es bezahlte, ist nicht überliefert; Altfahrt erwägt den dortigen Werkstattbetreiber Johann Christian Trier, nennt das aber „eine nicht belegbare Vermutung" — deshalb steht dazu kein Statement.
Spiele
Keine Spiele.