Schnegg, Franz (Q4516)

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Redaktionsnotiz (Los F2-C, 2026-08-12): Gestorben in Brünn — aber dort kein Kartenmaler

Wohin der 1732 vor seinen Gläubigern geflüchtete Salzburger Kartenmaler verschwand, war lange offen; Günther G. Bauer vermutete 1993, er sei „entweder außerhalb Salzburgs gestorben oder [habe] sich auf andere Weise seinen Schuldnern entzogen". Altfahrt fand den Eintrag bei der Brünner Pfarre St. Jakob (Totenindex 1722-1741, Buchnr. 16906, fol. 359): begraben am 16. April 1736, „von saltzburg frantz schneck, b[ürger] u[nd] Karden maller allda" (Miszellen, TALON 31/2022, S. 122).

Bewusst keine Brünn-Station. Das Wort „allda" verweist auf Salzburg, nicht auf Brünn — Altfahrt liest es genau so: „die Verwendung des Wortes ‚allda' lässt sich so interpretieren, dass er in Brünn sein Handwerk nicht betrieb, denn andernfalls wäre er ‚Kartenmaler allhier'" (ebd.). Ein Begräbnisort ist kein Wirkungsort; eine Brünn-Station wäre eine Falschaussage im Brünner Rollup.

Die Kosten des Begräbnisses (4 fl 33 x gegenüber 30 Kreuzern für ein Standard-Begräbnis) sprechen dafür, dass Schnegg sich in Brünn finanziell erholt hatte. Wer es bezahlte, ist nicht überliefert; Altfahrt erwägt den dortigen Werkstattbetreiber Johann Christian Trier, nennt das aber „eine nicht belegbare Vermutung" — deshalb steht dazu kein Statement.


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