Valla, Angelo (Q4582)

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Auch bekannt als
Angelo Valla · Fabrica di Angelo Valla
Vorname
Angelo
Nachname
Valla
tätig in
Triest (1768–1799) (circa, 1768-1800), Kartenfabrikant; Erlaubnis vom 18. Maerz 1768, die Fabrik zu errichten, sobald Marsiglios Privileg abgelaufen war; 1793 vier Arbeiter; ab 1785 Export in die oesterreichischen Kronlaender unter der Auflage, Firmenname und Ort auf den Karten zu vermerken
Stammbaum
Rafael MarsiglioValla, AngeloValla, Witwe1805 (circa)Lorenzo Cimador

Redaktionsnotiz (Los F2-E, 2026-08-12): Die Triester Fabrik und ihre Witwe

Die erste Triester Spielkartenfabrik wechselte viermal den Traeger, und ein Glied der Kette ist eine Frau ohne ueberlieferten Namen. Ein Behoerdenschreiben von 1798 fasst die Vorgeschichte zusammen: „die derzeitige Fabrik, die von Rafael Marsiglio 1760 gegründet worden war und nach ihrem Scheitern von Angelo Valla wiedererrichtet wurde, bietet nach seinem Tod der Witwe und der Familie Unterhalt" (Wolfgang Altfahrt, Kartenmaler und Spielkartenfabriken in den Kuestenlanden, TALON 26/27/2017, S. 133).

Die Kette lautet damit: Rafael Marsiglio (Privileg 1759) → Angelo Valla (Erlaubnis 18. Maerz 1768) → seine Witwe (nach seinem Tod knapp vor 1800, in der Liste der zugelassenen Fabriken bis mindestens 1802) → Lorenzo Cimador (um 1805; „entweder hat Cimador die Witwe geheiratet oder er hat nach dem Tod der Witwe die Fabrik gekauft"). Nach Entscheid E4 laeuft die Kette durch die Witwe, nicht an ihr vorbei; sie steht nach der Witwen-Konvention A9 Form 3 als „Valla, Witwe" mit dem Alias „Witwe Valla".

Was NICHT geschrieben wurde: eine Nachfolge Cimador → Antonio Rubio. Rubio erhielt am 29. Dezember 1807 eine neue Konzession fuer zwei Fabriken; eine Uebergabe behauptet die Quelle nicht. Gio. Batta Gelmi bekam 1798 kein eigenes Item: er beantragte eine Fabrik im Haus der Witwe Valla, und die Behoerde lehnte ab („angesichts des begrenzten Verbrauch an Spielkarten scheint es nicht möglich, dass eine zweite Fabrik profitabel arbeitet") — er war nie taetig.

Die Bestands-Station „ab 1790" war blank (ohne Rolle, ohne Beleg) und ist auf die belegten Jahre 1768–1799 gebracht worden. Die daneben stehende Kaplan-Station 1790–1790 bleibt — sie ist eine referenzierte Punkt-Attestierung einer anderen Quelle.


Spiele

Keine Spiele.

Stammbaum

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