Herrl, Anton (Q4741)

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Redaktionsnotiz (Los F2-D, 2026-08-12): Zwei Herkuenfte, R1 nicht sortierbar

Ueber die Herkunft Anton Herrls sagen zwei Quellen desselben Autors Verschiedenes:

  • mpcia.at (Grundlage des Bestands): Die heutige, englische Seite — nach der Aktualitäts-Regel R1 die maßgebliche — sagt „Anton Herrl sen. (*1797-†1863) active in Graz 1822-1863“ und in der Biografietabelle „1822 · Notice of takeover of the business from his deceased uncle Johann Herrl“; die Seite zu Johann Herrl sagt spiegelbildlich „1822 · his nephew Anton Herrl took over the workshop“. Daher die Statements `Vorgänger → Johann Herrl (1822)` und `Verwandter → Johann Herrl`.
  • TALON 24/2015: „Er wurde um 1798 in Pressburg als Sohn von Leopold Herrl, einem
 ‚Normalschulfamilius‘ … und Veronika geb. Römer, der Tochter eines Kartenmalers, geboren"
 (Wolfgang Altfahrt, Ein allegorisches Tarock von Anton Herrl, TALON 24/25/2015, S. 162)
 — und ausdruecklich: „Ob bzw. in welchem Verwandtschaftsverhältnis Johann Herrl zu Anton
 Herrl stand, ist noch nicht geklärt" (ebd., S. 170).

Nach der Aktualitaets-Regel R1 sind Jahrbuch-Aufsatz und deutsche mpcia.at-Seite zeitlich nicht gegeneinander sortierbar. Die drei betroffenen Statements tragen deshalb `strittig` (Quellen-Widerspruch); aufgeloest wurde nichts, geloescht wurde nichts.

Zur Adresse: 1834 lag die Werkstatt in der Stempfergasse Haus-Nr. 120, ab 1845 in Nr. 136 (Graetzer Zeitung 13.12.1834 bzw. 8.3.1845). Der Fliesstext des Aufsatzes schreibt an einer Stelle „Stumpfergasse" — die beiden Annoncen und die Beschreibung der Houghton Library nennen uebereinstimmend Stempfergasse.


Nachtrag (Los I2, 16.08.2026): das Übernahmejahr ist 1822, und Anton ist der Neffe

Die Zeile oben stand bis heute mit 1823 und „seines Vaters Johann Herrl“ da. Beides hält der Quelle nicht stand:

  • mpcia.at, Seite „Anton Herrl sen.“: „active in Graz 1822-1863“ · „1822 · Notice of
 takeover of the business from his deceased uncle Johann Herrl“. Seite „Johann Herrl“:
 „active in Graz 1785-1822“ · „†1822-06-02“ · „1822 · his nephew Anton Herrl took over the
 workshop“.
  • Wolfgang Altfahrt / Talon 32/2023, S. 92 (Graz ist Trumpf): „Von Johann Herrl, der von
 1785 bis 1822 als Kartenmacher in Graz tätig war … Die Werkstatt in der Stempfergasse in Graz
 wurde als Nachfolger von seinem Neffen Anton Herrl 1822 übernommen und bis 1858
 weitergeführt.“

Geändert wurde deshalb: das Übernahmejahr in der Richtung Q4741 → Q4475 von 1823 auf 1822 (die Gegenrichtung stand schon auf 1822 — der Bestand widersprach sich selbst), Talon 32 S. 92 als zusätzlicher Beleg an beiden Richtungen, und die Beschreibung von Q4475 von „sein Sohn Anton“ auf „sein Neffe Anton“.

Der Herkunfts-Streit bleibt offen und bleibt markiert. Ob Anton überhaupt von den Grazer Herrls abstammt (mpcia: Neffe Johanns) oder Sohn Leopold Herrls in Pressburg ist (TALON 24/2015, S. 162/170), entscheidet dieser Nachtrag nicht. Der `strittig`-Marker an `Verwandter → Johann Herrl` steht unverändert weiter.


Spiele

Name Abbildung Blatt Typ/Muster Erscheinung Stempel
Standardkarten (A. B. Herrl, Graz, Druckbogen um 1840) (Q13794) französisches Blatt 1840
Tarock (Anton Herrl, Graz, 1839) (Q13645) französisches Blatt 1839
Tarock (Anton Herrl, Graz, Druckbogen um 1850) (Q13774) französisches Blatt 1850
Tarock (Anton Herrl, Graz, Druckbogen um 1855, I) (Q13776) französisches Blatt 1855
Tarock (Anton Herrl, Graz, Druckbogen um 1855, II) (Q13777) französisches Blatt 1855
Tarock (Anton Herrl, Graz, um 1840) (Q13646) französisches Blatt 1840
Trappola (Anton Herrl, Graz, 1825) (Q13740) italienisches Blatt 1825

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