Jüngeres Tiroler Bild (Q1354)

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Jüngeres Tiroler Bild
ist Typ vonTiroler Bild
gehört zur FamilieFamilie der Bayerischen Kartenbilder
stammt ab vonÄlteres Tiroler Bild
Farbsystemdeutsches Blatt
Entstehungszeit1850 (circa)
EntstehungsraumGefürstete Grafschaft Tirol
IPCS-Blattnummer46
BestimmungskarteEichel-Daus (dt.)
Eichel-Unter (dt.)
Grün-Daus (dt.)
Herz-Daus (dt.)
Schellen-Daus (dt.)
SekundärmerkmalHerz-10 (dt.)
Herz-7 (dt.)
Schellen-6 (dt.)
allein nicht bestimmend — erst zusammen mit den Bestimmungskarten
✎ Daten bearbeiten (Q1354)

Eigenständige bäuerliche Daus-Motive; Schellen-6 als WELI; 'Vogel Selbsterkenntnis' verschwunden.

Woran erkennt man es?

Primärmerkmale

Die Karten und Attribute, an denen sich das Kartenbild bestimmen lässt.

  • Ober und Unter sind nur noch in zwei Farben paarweise gleich bewaffnet: Schellen mit Schwertern, Herz mit Stangen.
  • Eichel-Ober unbewaffnet, mit Sichel und Weinkrug; Eichel-Unter mit Schwert und einer Blume in der Hand.
  • Gras-Ober mit Zweispitz und Trommel, Gras-Unter mit Zweispitz und Querflöte.
  • Könige auf barocken Thronen mit Lehne und Thronschild; Könige, Ober und Unter mit Bodenstück.
  • Zwei Könige tragen einen Turban (Eichel, Gras), zwei eine Krone.
  • Die Dausen sind gegenüber dem Älteren Tiroler Bild ausgetauscht und zeigen bäuerliche Szenen: Herz-Daus eine melkende Magd mit Kuh, Eichel-Daus zwei Säumer mit bepacktem Pferd, Schellen-Daus Bauer und Bäuerin mit Kuh, Gras-Daus ein bäuerliches Paar mit Handkarren.

Sekundärmerkmale

Begleitende Angaben. Für sich allein bestimmen sie das Bild nicht — sie stützen eine Bestimmung ab und datieren sie.

  • 36 Blatt.
  • In den Thronschilden wechselnde Darstellungen — Fantasietiere, Adlerwappen und anderes.
  • Die Illustration der Zahlenkarten ist eigenständig; Herz-10 regelmäßig mit einem Löwen.
  • Der „Vogel Selbsterkenntnis“ auf Herz-7 ist verschwunden.
  • Schellen-6 dient als Weli.

Nach Hausler: Trommler und Pfeifer (2010) (Q1301), S. 212, in eigener Zusammenfassung. Die Zweiteilung in Primär- und Sekundärmerkmale ist die des Autors, keine Formatierung von uns.


Konkordanz

Wo dieses Kartenbild in der Literatur zu finden ist und unter welcher Nummer es dort geführt wird — aus der IPCS-Blattnummer, aus „ist beschrieben in“ (P78) und aus den Belegen der Angaben oben. Die Liste ist keine Bibliografie: sie zeigt nur Werke, aus denen bei uns bereits etwas übernommen ist.

Werk dort geführt als / Fundstelle
IPCS Pattern Sheets (Q12900) 46
Hausler: Trommler und Pfeifer (2010) (Q1301) S. 136, 200–201, 212
Katalog zur Ausstellung „WELLI & Co, Spielkarten aus Alt-Tirol 1750-1900“ (Talon 7a/1998) (Q3304) S. 16

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