Nürnberger Adlerkarte (Q1357)
| gehört zur Familie | Familie der Bayerischen Kartenbilder |
|---|---|
| stammt ab von | Spätes Altbayerisches Bild |
| Farbsystem | deutsches Blatt |
| Entstehungszeit | 1800 (circa) |
| Entstehungsraum | Nürnberg |
| IPCS-Blattnummer | 84 |
| Bestimmungskarte | Eichel-Daus (dt.) Eichel-König (dt.) Grün-Daus (dt.) Grün-König (dt.) Herz-Daus (dt.) Schellen-Daus (dt.) Schellen-König (dt.) Grün-Ober (dt.) Grün-Unter (dt.) |
| ✎ Daten bearbeiten (Q1357) | |
Nürnberger 36-Blatt; Eichel-König Nürnberger Landeswappen, Schellen-König Stadtwappen (Noris), Gras-König Reichswappen (Doppeladler), Herz-König Herstellerinitialen; Empire-Daus-Motive.
Woran erkennt man es?
Primärmerkmale
Die Karten und Attribute, an denen sich das Kartenbild bestimmen lässt.
- Ober und Unter paarweise gleich bewaffnet: Eichel mit Degen und Parierdolch, Schellen mit Schwertern, Herz mit Stangen.
- Gras-Ober mit Zweispitz und Trommel, Gras-Unter mit Zweispitz und Querflöte.
- Könige auf barocken Thronen mit Lehne und Thronschild; Könige, Ober und Unter mit Bodenstück.
- Zwei Könige tragen einen Turban (Eichel, Gras), zwei eine Krone (Herz, Schellen).
- Eichel-König mit dem Nürnberger Landeswappen (geteilter Schild), Schellen-König mit dem Stadtwappen (Noris), Gras-König mit dem Reichswappen (Doppeladler), Herz-König mit Herstellerinitialen.
- Dausen bebildert: Herz-Daus eine Stele mit Empire-Dame, Eichel-Daus ein Säulenstumpf mit Empire-Dame, Schellen-Daus ein Tempel, Gras-Daus eine Siegesallegorie mit Doppeladler.
Sekundärmerkmale
Begleitende Angaben. Für sich allein bestimmen sie das Bild nicht — sie stützen eine Bestimmung ab und datieren sie.
- 36 Blatt.
- Die Zahlenkarten sind sehr einfach illustriert und gleichen denen des Späten Altbayerischen Bildes; um 1860 entstehen Spiele mit fantasievolleren Abbildungen.
Nach Hausler: Trommler und Pfeifer (2010) (Q1301), S. 213, in eigener Zusammenfassung. Die Zweiteilung in Primär- und Sekundärmerkmale ist die des Autors, keine Formatierung von uns.
Konkordanz
Wo dieses Kartenbild in der Literatur zu finden ist und unter welcher Nummer es dort geführt wird — aus der IPCS-Blattnummer, aus „ist beschrieben in“ (P78) und aus den Belegen der Angaben oben. Die Liste ist keine Bibliografie: sie zeigt nur Werke, aus denen bei uns bereits etwas übernommen ist.
| Werk | dort geführt als / Fundstelle |
|---|---|
| IPCS Pattern Sheets (Q12900) | 84 |
| Hausler: Trommler und Pfeifer (2010) (Q1301) | S. 162, 200–201, 213 |
Spiele mit diesem Kartenbild
Keine Spiele mit diesem Muster.