Carl Holdhaus (Q3503)
Wien (1824–1824), unter der prot. Fa, Am Graben 1122 im 2. Stock
Wien (1826–1828), unter der prot. Fa, Am Graben 1122 im 2. Stock
Wien (1831–1831)
Wien (1833–1835), prot. Fa, Am Kohlmarkt 1149; VG: in der Unteren Bräunerstr. 1133
Wien (1837–1842), prot. Fa, Am Kohlmarkt 1149; VG: in der Unteren Bräunerstr. 1133
Wien (1845–1848), prot. Fa, Landstrasse, Spiegelgasse 77; G: Stadt, Untere Bräunerstr. 1133
Wien (1849–1850), prot. Fa, Am Kohlmarkt 1149; VG: in der unteren Bräunerstr. 1133
Wien (1851–1854), prot. Fa, Landstrasse, Spiegelgasse 77; G: Stadt, Untere Bräunerstr. 1133
Wien (1856–1858), prot. Fa, Landstrasse, Spiegelgasse 77; G: Stadt, Untere Bräunerstr. 1133
- Kaplan: The Encyclopedia of Tarot, Vol. II (1986)
- Alle Karten auf den Tisch (1990)
- Altfahrt: Wiener Kartenmacher des 19. Jahrhunderts (Studien zur Spielkarte 3, 1990)
- Wolfgang Altfahrt, mpcia.at
- Die Herkunft von 2 Bildern aus dem Tarocktyp „Industrie und Glück“/Schema I (Talon 4/1995)
- Ergänzung zu „Tarocke, Kulturgeschichte auf Kartenbildern“ (Talon 7/1998)
- Von Lyon nach Wien - die Entstehung des Wiener Bildes (Talon 9/2000)
- Die letzten vier Salzburger Kartenmacher (Talon 26/27/2017)
- Handgezeichnete Miniatur-Patience-Karten, um 1919 (Talon 29/2020)
- Nicht bei Klaus Reisinger (Talon 30/2021)
- Selten publizierte Spielkarten. Nicht bei Klaus Reisinger (Talon 32/2023)
- Tarocke mit Badener Ansichten (Talon 32/2023)
- „Ganz neue Schweizer Whist Karten“ oder: Wer hat wen kopiert? (Talon 32/2023)
- Wer noch? Die Hersteller von Spielkarten im 2. Viertel des 19. Jahrhunderts in Wien (Talon 33/2024) (S. S. 126–128)
Redaktionsnotiz (Los G8, 2026-08-11): dieses Item führt drei Menschen
Das Sterbejahr 1858 ist jetzt belegt (Altfahrt, Wer noch?, TALON 33/2024, S. 127, nach Wien 03 St. Rochus, Sterbebuch 03-16, fol. 112). Damit wird ein Altbestands-Defekt sichtbar, der vorher unter einem 53-Jahre-Fenster verborgen lag: die Station „tätig in Wien 1822–1875" und mehrere Adressbuch-Zeilen liegen nach Carl Holdhaus’ Tod.
Die Quelle löst das auf: „Nach seinem Tod 1858 übernahm seine Witwe die Fabrik. Nach finanziellen Turbulenzen übernahm ihr Sohn Karl die Firma und führte sie bis 1875." (ebd. S. 127). Die Adressbuch-Zeilen sagen dasselbe — 1861–1869 stehen sie unter „C. Holdaus sel. Wwe", 1872 unter „Karl Holzhaus (!)".
Also drei Menschen in einem Item: Carl (bis 1858) · seine in der Quelle nicht benannte Witwe (1858 bis ~1869) · der Sohn Karl jun. (bis 1875). Der Split ist am 12. 08. 2026 in Los G13 ausgeführt worden — die Einzelheiten stehen in der Notiz darunter. Die Nachfolgekante 1875 → Q1819 Ferdinand Piatnik hängt jetzt an Karl Holdhaus jun. und überspringt keine Station mehr.
Redaktionsnotiz (Los G13, 2026-08-12): das Adreßbuch führt die Fabrik, nicht den Mann
Wolfgang Altfahrts Register Wiener Kartenmacher des 19. Jahrhunderts (Studien zur Spielkarte 3, 1990) führt diesen Eintrag als „HOLDAUS, Carl 1822 – 1875“. Das ist die Spanne des Adreßbuch-Eintrags, nicht die Lebensspanne: Carl Holdhaus starb 1858 (Wien 03 St. Rochus, Sterbebuch 03-16, fol. 112; nach Talon 33/2024, S. 127). Die Zeilen danach nennen andere Träger — 1861 „C. Holdaus Wwe“, 1862 und 1863–1869 „C. Holdaus sel. Wwe“, 1872 „Karl Holzhaus (!)“.
Deshalb tragen jetzt drei Items, was vorher an einem hing:
- dieses Item die zehn Adreßbuchzeilen 1822–1858, also seine eigene Zeit;
- Kartenfabrik C. Holdhaus die Witwenzeilen 1861–1869 sowie die beiden
Fenster, die seinen Tod überspannen (Kaplan Bd. II, S. 205: „1824–1865“; Alle Karten auf den Tisch, 1990: „1822–1875“) — Katalogfenster sind Attestierungen, keine Firmenzeiträume;
- Karl Holdhaus jun. die Zeilen 1872 und 1874–1875 und die Übernahme
durch Ferd. Piatnik 1875.
Die Witwe bekommt kein eigenes Personen-Item: keine der Quellen nennt ihren Namen. „C. Holdaus sel. Wwe“ ist ein Firmenschild, kein Mensch — deshalb das Firmen-Item (Datenmodell-Kochbuch, Rezept 22; Witwen-Konvention A9, Form 2). Die Werkstatt selbst ist älter als dieser Eintrag: Leopold Holdhaus gründete sie 1764, sein Sohn Johann Nepomuk übergab sie 1827 an Carl.
Spiele
| Name | Abbildung | Blatt | Typ/Muster | Erscheinung | Stempel |
|---|---|---|---|---|---|
| Standardkarten (Carl Holdhaus, Wien, um 1850) (Q13714) | deutsches Blatt | 1850 | |||
| Tarock (Carl Holdhaus, Wien, 1841) (Q13397) | französisches Blatt | 1841 | |||
| Tarock (Carl Holdhaus, Wien, um 1860) (Q13647) | französisches Blatt | 1860 | |||
| Tarock (Carl Holdhaus, Wien, um 1865) (Q13648) | französisches Blatt | 1865 | |||
| Wiener Volkstypen Tarock mit französischen Farben (Carl Holdhaus, Wien, 1830) (Q3919) | französisches Blatt | 1830 |
Stammbaum
- Hersteller-Stammbaum
- Stammbaum dieses Herstellers anzeigen
- Öffnet die interaktive Genealogie-Ansicht: Vorgänger (nach oben in die Vergangenheit) und Nachfolger (nach unten in die Zukunft) dieses Herstellers, mit Übergangsjahren und Verzweigungen.
- Alle Spiele im Stammbaum vergleichen
- Spiele dieses Herstellers samt Vorgängern und Nachfolgern
- Öffnet das Vergleichsgitter im Stammbaum-Modus — alle Spiele, deren Hersteller dieser Akteur oder einer seiner Vorgänger/Nachfolger ist; mit Blatt-/Zeit-/Regionsfiltern kombinierbar.