Franz Anton Menner (Q10179)
Wien (1726–1730), Geselle; 1726 durch Franz Fetscher freigesprochen, nachdem er vier Wochen bei ihm arbeiten musste
Wiener Neustadt (bis 1726), Lehrling bei seinem Vater Georg Mathias Menner und nach dessen Tod 1722 bei seiner Mutter Anna Maria
Redaktionsnotiz (Los F2-C, 2026-08-12): 1765 der einzige aktive Kartenmaler Kärntens
Als die Ober-Administration 1765 die Zahl der Kartenmaler begrenzen wollte, „weil wegen allzu großer Anzahl deren Karten-Mahlern" das Siegel-Gefäll leide, antwortete die Kärntner Landesregierung, dass es dort gar nichts zu begrenzen gebe: „Da nun allhier dermaßen nur ein Kartenmahlers-Gerechtsame von dem Franz Menner betrieben wird, weilen die verwittibte Kartenmahlerin Zederbaumin ihr aufhabende Gerechtsame nicht exerciret" — und „da sich unseres Wissens kein anderer Kartenmahler im Lande befindet" (Kärntner Landesarchiv, AT-KLA 207-C-Sch 191, zitiert nach Wolfgang Altfahrt, Kartenmaler in Klagenfurt, TALON 32/2023, S. 138–139).
Dieser eine Bericht ist die Quelle für zwei Items: er belegt Franz Anton Menners Alleinstellung und er hat den zweiten, bis dahin in der Literatur völlig unbekannten Klagenfurter Kartenmaler Johannes Michael Zederbaum überhaupt erst sichtbar gemacht.
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